Wachsamkeit, Wandel und eine besondere Würdigung: Die FF Obererla startet in die neue Periode
Obererla, 18.01.2026 – Es sind die Weichenstellungen für die kommenden fünf Jahre: Bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Obererla standen die gesetzmäßigen Neuwahlen im Fokus. Doch der Abend im Gasthaus Schachenhofer war mehr als ein formaler Akt. Er war eine Demonstration der Einsatzbereitschaft – untermauert durch konkrete Zahlen, eine hohe Auszeichnung aus der Landeshauptstadt und einen optimistischen Blick auf den kommenden Frühling.

Die Bilanz: Von Brandverdacht bis Schadstoff
Bevor gewählt wurde, ließen die Berichte das Einsatzjahr 2025 Revue passieren. Die Statistik zeigt deutlich: Die Feuerwehr ist Mädchen für alles – und Spezialist für den Ernstfall. Insgesamt 23 Mal (zufälligerweise exakt die Zahl der später geehrten Hochwasserhelden) schrillten die Alarmempfänger.
Das Spektrum war dabei so breit wie fordernd:
15 Alarmierungen zu Brandeinsätzen: Eine hohe Zahl, die zeigt, wie wachsam die Bevölkerung und die Technik sind. Auch wenn sich glücklicherweise nicht jeder Verdacht zum Großbrand entwickelte, war die Mannschaft jedes Mal binnen Minuten zur Stelle, um Schlimmeres zu verhindern.
6 Technische Einsätze und 2 Schadstoffeinsätze: Hier war handwerkliches Geschick und Spezial Wissen gefragt, um Gefahren für Umwelt und Verkehr abzuwenden.
Wahlentscheidung: Kontinuität trifft auf neue Energie
Unter der Leitung von Bürgermeister EOBI Martin Leopoldinger schritten die Mitglieder zur Wahlurne. Das Ergebnis sendet ein Signal der Stabilität, gepaart mit frischem Wind:
Kommandant OBI Thomas Luegbauer wurde in seinem Amt bestätigt. Die Mannschaft setzt damit weiterhin auf seine Erfahrung und den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre.
An seiner Seite vollzieht sich ein Generationswechsel: Zum neuen 1. Feuerwehrkommandant-Stellvertreter wurde FM Christian Zeilinger gewählt. Er übernimmt den Staffelstab von BI Roland Karner, dem das Kommando und der Bürgermeister herzlich für seine pflichtbewusste Arbeit in der Führungsriege dankten.
Das Trio wird komplettiert durch den Leiter des Verwaltungsdienstes, V Ing. Günter Weichinger, der erneut in seine Funktion bestellt wurde.

Ein Brief statt neuer Dienstgrade
Die beiden anstehenden Beförderungen kamen dieses Jahr aufgrund der Abwesenheit der Kameraden nicht zu Stande – stattdessen stand eine kollektive Ehrung im Mittelpunkt, die schwerer wiegt als jeder einzelne Stern am Kragen. Die katastrophalen Hochwasserereignisse von 2024 sind unvergessen. 23 Kameraden unserer Wehr waren damals im unermüdlichen Dauereinsatz.
Diese Leistung wurde nun von höchster Stelle gewürdigt: In einem persönlichen Schreiben sprach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner der Einheit ihren Dank und Respekt für die „besonderen Leistungen im Katastropheneinsatz“ aus. Eine Auszeichnung für den Zusammenhalt, die Bürgermeister Leopoldinger in seinen Grußworten unterstrich.

Ein Dank für den Rückhalt - und eine Einladung
Der Rückblick auf das vergangene Jahr wäre nicht vollständig ohne ein Wort an die, für die wir das alles tun: unsere Bevölkerung. Das Kommando nutzte die Bühne, um sich herzlich bei allen Gemeindebewohnern zu bedanken. Dieser Dank gilt nicht nur für den Besuch unseres feuerwehrfestes, sondern für jegliche Form der Unterstützung, die wir das ganze Jahr über erfahren dürfen. Ob durch Spenden, aufmunternde Worte oder das Verständnis für unsere Arbeit – dieser Rückhalt in der Gemeinde ist der Treibstoff, der das Ehrenamt am Laufen hält.
Und weil nach dem Fest vor dem Fest ist, darf der Blick in den Kalender nicht fehlen: Wir laden schon jetzt herzlich zu unserem Feuerwehrfest am Pfingstwochenende ein. Ein besonderes Highlight wirft bereits seine Schatten voraus: Freunde von glänzendem Chrom und historischer Technik dürfen sich wieder auf unser beliebtes Oldtimer-Treffen freuen.
Mit einem neu formierten, motivierten Kommando und der Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen beim Fest schloss der Kommandant die Versammlung traditionell mit einem kräftigen:
„Gut Wehr!“